Meine persönliche Vorstellung von „guten Bildern“

Neulich stand ich im Wohnzimmer meiner Eltern und hab mir wieder einmal die aufgestellten Familienbilder im Schrank angesehen. Einige waren sogar von mir gemacht, doch eines stach mir ganz besonders in Auge: ein Bild mit mir und meinen drei Schwestern. Es dürfte ca. 5 Jahre alt sein, technisch professionell in einem Studio abgelichtet, die Pose etwas eigenwillig doch akzeptabel. Der Fotograf hat sein Bestes gegeben, uns vorteilhaft aufs Bild zu bringen. Die Tatsache, dass wir aufgeschminkt, gestylt und in feinen Klamotten auf einem Holzboden in fremder Umgeben sitzen, gibt dem Bild etwas bizarres. Auf mich wirkt es unecht, ich erkenne weder mich, noch meine Schwestern.

Damit will ich nicht Bilder verurteilen, die gestellt sind. Mir geht es um darum, mehr Persönlichkeit und Authentizität in Bilder zu bringen. Dazu zählen auch verwackelte Bilder, wenn sie in Bewegung entstehen oder inszenierte Bilder um eine Fantasie darzustellen. Alles darf,  nichts muss, jeder so, wie er sich wohl fühlt. Als Fotografin sehe ich es als meine Aufgabe, Dir vor meiner Kamera Sicherheit zu geben, damit Du Dich frei fühlen kannst und Du  Dich hinterher auf den Bildern wieder erkennen kannst.

 

 

F a c e b o o k
S U C H E
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