Berg, Abgrund und dazwischen Tränen

Ein Beitrag der Rubrik „Lotta muss mal…“

Ich bin auf Malle, zusammen mit tollen Menschen, gutem Essen und der warmen Spätsommer Sonne. Da flattert eine Email von einem sehr guten Stammkunden rein. Er schreibt mir in wohlformuliertem Ton, dass er mit der Bildauswahl des Fotoshootings überhaupt nicht zufrieden und Besseres von mir gewöhnt ist. ZACKBUMM – da war es wieder, dieses Gefühl „Du bist nicht gut genug! Du hast es verkackt! War doch klar!“ Daran ändert nicht mal die freundliche Wortwahl meines Kunden etwas.

Vor einem guten Jahr besuchte ich ein Meditations & Yoga Camp auf Mallorca. Mein großes Thema zu diesem Zeitpunkt war „Selbstliebe“. Diese Email war dann wohl die passende Prüfung, um Gelerntes anzuwenden. Ich ließ die Nachricht meines Kunden sacken und wir machten an diesem Tag eine lange Wanderung an einen besonderen Ort in den Bergen. Während der Gehmeditation kamen wieder alle Selbstzweifel hoch und die Tränen liefen mir nur so über´s Gesicht; ich gab mich voll und ganz meiner Opferrolle hin. Wir hatten auf unserem Weg mittlerweile eine beachtliche Höhe erreicht und der schmale Pfad lag zwischen dem Berg zur Rechten und dem Abgrund zu Linken. Der Abgrund schien für einen Moment die Lösung all meiner Probleme zu sein.

Natürlich bin ich nicht von der Klippe gesprungen, denn es gab einen sehr viel einfacheren Ausweg, der mir es sogar ermöglichte mit einem positiven Selbstwertgefühl weiter an diesem schönen Leben teilzunehmen. Da ich bei meinem Kunden in der Tat keine besonders gute Arbeit abgeliefert hatte (an diesem Tag fielen mehrere, ungünstige Umstände zusammen) bot ich ihm zwei Lösungsvorschläge an, von denen er einen dankbar angenommen hat mit den Worten: „…wir sind froh und erleichtert über Deine Reaktion, die von besonderer Charakterstärke zeugt.“

Noch heute kommen immer wieder solche Gefühle in mir hoch, in denen ich völlig erstarrt mit einem schweren Knoten im Bauch dastehe. Und nur, weil ich es irgendjemand nicht recht machen konnte. Heute weiß ich, dass diese Gefühle mir etwas Dringendes mitteilen wollen. Sie machen mich darauf aufmerksam, welch negative Glaubenssätze in mir stecken. Diese zu ändern wird ein anstrengender und aufregender Weg bis zu meinem letzten Atemzug, doch ich weiß, dass es möglich ist und es sich lohnt, diesen Weg zu gehen.

Warum wir uns oft selbst manipulieren und unser Potential nicht leben können, liegt meist tief vergraben in den ersten Lebensjahren unserer Kindheit. Mit welchen Fragen Ihr prüfen könnt, wie es um Euer „Selbst“ bestimmt ist, wie Ihr Euren Kindern ein gesundes „Selbst“ schenken könnt und damit eine Kehrtwende in unserer Gesellschaft bewirken könnt, davon berichte ich in meinen nächsten Blogbeiträgen in der Rubrik „Lotta muss mal…“

Kennst Du solche Gefühle auch? Dann schreib mir oder hinterlasse einen Kommentar. Ich freue mich über einen regen Austausch mit Dir!

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