Eibsee am Fuße der Zugspitze

Anfang Januar waren wir beim Ski- und Snowboardfahren an der Zugspitze. Da im Dezember 2017 die neue Zugspitz Panoramabahn eröffnet hat, hab ich mich gleich doppelt gefreut. Zudem gibt es am Fuße der Zugspitze einen kleinen, feinen See, den man wunderbar in einem langen Spaziergang umrunden kann.

Tag 1 wollte ich sofort die neue Zugspitzpanoramabahn ausprobieren. Ich gebe zu, es hatte etwas von “Viehtrieb”. Zone 3, ich nenne sie mal so, befindet sich vor den Kassen im Eingangsbereich, also überall da, wo man sich auch ohne Skipass aufhalten kann. Durch die Drehkreuze kommen jeweils nur so  viele Passagiere, wie in eine Gondel passen. Hat man das Drehkreuz passiert, befindet man sich in der nächsten Wartezone (2), die mit einem riesigen Edelstahlgatter von einer weiteren “Fuhre” in Zone 1 getrennt ist. Alle15 Minuten fährt eine Gondel ein, eine riesige Glastür öffnet sich und die Massen von Zone 1 strömen in die Gondel. Zu den Stoßzeiten ist es eng. Skibindungen ins Kreuz gedrückt, der Atem des Nachbarn im Gesicht, der das Frühstück noch erahnen lässt und weinende Kleinkinder, die den Druckausgleich bei der zügigen Fahrt nach oben nicht ganz so schnell schaffen. Während der Fahrt hat man einen herrlichen Panoramablick über die Alpen und den Eibsee, sofern man es ans (Panorama)Fenster geschafft hat. Oben wird man als Herde in die nächste Gondel geschleust (wegen Lawinenwarnung ist der Gletscher gesperrt) und es wird ordentlich gedrückt, bis die Gondel so voll ist, dass kaum Raum zum atmen bleibt. In weiteren 15 min. befördert uns die Bahn auf das Zugspitzblatt, auf dem ich endlich mein Snowboard anschnallen und losfahren kann. Die Sonne scheint und es bietet sich ein herrliches Bergpanorama.Den Tag über werden immer wieder Lawinen abgesprengt um das Skigebiet zu schützen.

Der Schnee ist fantastisch, auch wenn nicht alle Lifte wegen der Lawinenwarnung in Betrieb sind. Wer seinen Skitag einigermaßen stressfrei beenden will, der fährt an einem sonnigen Tag am besten schon um 15 Uhr mit der Zahnradbahn nach unten, die wenigstens noch ein bisschen nostalgisches Flair bietet. Jede Fahrt später ist ein Hauen und Stechen um Sitz- und Stehplätze und die Stimmung ist allgemein sehr gereizt.

Auch wenn es dort oben wirklich schön zum Fahren war, schreckt mich die Fahrt, um nach oben zu kommen, wirklich ab. Wie ich gehört habe, soll die Gondel von der österreichischen Seite nicht ganz so stark frequentiert zu sein, doch muss man dafür auch zweimal zahlen, denn das Zugspitzblatt ist auf deutscher Seite. Also nicht wirklich eine Option, wenn man nicht gerade die Allgäu- UND die Tirol Card sein Eigen nennt.

Den letzten Tag unseres Kurzurlaubes habe ich genutzt um eine kleine Wanderung um den Eibsee zu machen. Und die hat sich wirklich gelohnt. Der Weg war ziemlich vereist, doch gestreut und ist rundherum mit dem Kinderwagen befahrbar. Hätte ich noch mehr Zeit gehabt, hätte ich den Schneeschuh Wanderweg nach Grainau auch noch ausprobiert. Vielleicht komme ich im Sommer noch einmal hierher zurück… dann allerdings ohne Fahrt zum “Top of Germany”.

 

 

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