Das „Schlechtwetterset“ 2017

Ich liebe es, Kinder draußen bei Tageslicht im Spiel zu fotografieren. Doch oft erreichen mich Bedenken seitens der Eltern, was wir bei schlechtem Wetter am Tag des Fototermins in der Kita machen. Mein Plan B, ich komme mit meinem mobilen Studio, stösst dann nicht selten auf Skepsis. Doch keine Sorge, auch dort sind tolle Bilder möglich. Bei meinen Sets versuche ich eine interessante Umgebung selbst für die Kleinsten in der Krippe zu schaffen. Mein diesjähriges „Schlechtwetterset“ seht Ihr auf den folgenden Bildern. Die kleine Emma (1 Jahr) hatte sichtlich Spaß und so waren natürliche, lebensfrohe Bilder möglich. Achtet unbedingt auf die Kleidung Eurer Kinder!! Weiße Shirts und Jeans sind hier goldrichtig und das hat jeder im Schrank 🙂

Korruption bei Schul- und Kindergartenfotografien

Mich erreichen immer wieder Anfragen, in der mir die KiTa Leitung oder der Elternbeirat die Frage stellt, ob ich eine Verkaufsbeteiligung oder ähnliche Vorteile an die Einrichtung anbiete.

So viel gleich vorne weg: Ich biete so etwas nicht an! Warum das so ist, können Sie in meinem heutigen Blogpost nachlesen:

Diese Art von „Vorteilsgewährung“ hat viele Namen: Aufwandsentschädigung, Provision, Verkaufsbeteiligung, Spenden (an Fördervereine), Sachgeschenke, usw. Den Beteiligten muss klar sein, dass sich sowohl der Fotograf, als auch der Auftraggeber (Schulleitung, Elternbeirat, KiTa Leitung) mit derartigen Praktiken strafbar macht. Der Bundesgerichtshof (3 StR 492/10) hat sich sehr umfassend im Jahr 2011 zum Thema der Schulfotografien geäußert. Allein schon die Motivation zählt:

„Da § 334 Abs. 3 Nr. 2 StGB bereits den Versuch unter Strafe stellt, durch das Anbieten, Versprechen oder Gewähren eines Vorteils auf eine derartige Ermessensentscheidung Einfluss zu nehmen, und es daher für die Strafbarkeit ohne Belang bleibt, ob die Diensthandlung tatsächlich vorgenommen und durch den (in Aussicht gestellten) Vorteil beeinflusst wird (…) hängt die Frage, ob der Täter einen Vorteil zu gewähren beabsichtigt und den Abschluss einer Unrechtsvereinbarung erstrebt, maßgeblich von seiner Motivation ab (…)“

Das BKA hat sein Budeslagenbild Korruption 2014 veröffentlicht und darauf hingewiesen, dass im Zusammenhang mit Schulfotografien in Bayern umfangreiche Ermittlungen gelaufen sind. Lesen Sie unter folgendem Link eine sehr ausführliche Darstellung des Sachverhalts.

Quelle: https://www.ferner-alsdorf.de/rechtsanwalt/strafrecht/korruption-schulfotografen-und-schulen-im-visier-der-strafverfolger/20460/

Nachtrag am 09.05.2017: Dieser Beitrag bezieht sich auf kommunale, bzw. städtische Kita´s, die von Steuergeldern teil- oder ganz finanziert werden. Diese Art der Vorteilsgewährung gilt nicht für private Einrichtungen oder Kitas mit kirchlichen oder sozialen Trägern. Letztlich wollen die Eltern doch schöne Portraits ihrer Kinder und wenn ich als Fotografin alles richtig gemacht habe, dann werden die Eltern diese Bilder auch kaufen. Damit kann ich meinen Lebensunterhalt sichern und die Eltern haben das, was sie wollen, ganz ohne Bestechung 🙂

Wenn das Wetter nicht mitspielt

2016-10-19_pb-blog1-1Kinder beim freien Spiel zu fotografieren ist mein Ziel. Doch wenn das Wetter einfach nicht mitmacht, ist es oft schwierig den Fototermin kurzfristig zu verschieben.

Dann muss Plan B greifen: die klassische Studiofotografie.

Dabei handelt es sich um die „gestellten“ Bilder, die zwar einen schönen Hintergrund haben, doch den Kindern sieht man meistens an, dass sie verunsichert sind. Das ist nur verständlich, betrachtet man die Umstände. Trotzdem versuche ich auf die Kinder individuell einzugehen und eine Beziehung (sofern man das in der kurzen Zeit überhaupt so nennen kann) aufzubauen. Eine sehr große Unterstützung sind die Erzieherinnen, zu denen die Kinder Vertrauen haben.

2016-kita_blog-2Warum ich nicht einfach im Gruppenraum beim Spielen fotografiere: Das Licht in den Räumen ist meist nicht ausreichend, bzw. hinterlässt einen Farbstich auf Bildern. Darum müsste ich einen Blitz zur Hilfe nehmen. Durch das dauernde Auslösen des Blitzes sind die Kinder aber ständig einem „Dauerfeuer“ ausgesetzt. Das ist nicht zumutbar. Ausserdem ist die Gefahr groß, dass andere Kinder mit auf dem Bild zu sehen sind, was aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zu begrüßen ist.

Doch auch bei der Studiofotografie biete ich den Eltern möglichst viel Abwechslung in den Bildern.